Was ist ein Arbeitgeberdarlehen?

Als Arbeitgeberdarlehen wird ein Darlehen bezeichnet, welches der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern zu besonders günstigen Konditionen anbietet. Es stellt keine Gegenleistung für die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers dar, es ist viel mehr die Gewährung eines normalen Darlehens durch den Arbeitgeber.

Diese Arbeitgeberdarlehen werden vom Arbeitgeber hauptsächlich als zusätzliche Motivation und Bindung der Mitarbeiter geleistet. Häufig dient es zur Unterstützung und Finanzierung von Fortbildungsmaßnahmen des Arbeitnehmers oder zum günstigen Kauf von Wohneigentum. Das Gewähren eines Darlehens zur Finanzierung des Erwerbs eigener Produkte ist nicht zulässig.

Soweit nicht anders abgesprochen, gelten zur Gewährung des Arbeitgeberdarlehens die üblichen zivilrechtlichen Verordnungen des Darlehensvertrages. Bei einer Gewährung des Arbeitgeberdarlehens, hat der Arbeitgeber den Gleichbehandlungsgrundsatz einzuhalten. Dies bedeutet, dass alle Arbeitnehmer den gleichen Anspruch auf ein Darlehen erhalten müssen, also dürfen auch Teilzeitbeschäftigten keine ungünstigeren Darlehensbedingungen auferlegt werden als Vollzeitbeschäftigten. Allerdings kann der Arbeitgeber einzelnen Arbeitnehmern das Arbeitgeberdarlehen verwehren, wenn bestimmte Verweigerungsgründe vorliegen. Dies können beispielsweise Verschuldung oder Lohnpfändung einzelner Arbeitnehmer sein.

Aus steuerlichen Gründen und zum Beweis sollten Arbeitgeber und Arbeitnehmer immer einen schriftlichen Vertrag abschließen. In diesem Vertrag sollten unter anderem die Höhe des Darlehens, die Verzinsung, die Kündigungsvoraussetzungen und die Rückzahlungsmodalitäten festgehalten werden. Sollte eine angegebene Verzinsung fehlen, ist das Darlehen zinslos.