drohende Insolvenz

Was ist eine drohende Insolvenz?
Bei drohender Insolvenz ist für Privatleute ebenso wie für Firmen rasches Handeln geboten, um allzu negative Auswirkungen zu vermeiden.

Bevor ein Insolvenzantrag gestellt wird, sollte festgestellt werden, ob die Insolvenz tatsächlich den einzigen und letzten Ausweg aus einer überschuldung darstellt. Durch eine Analyse aller Einnahmen und den ihnen gegenüberstehenden Ausgaben sowie der Anzahl der Gläubiger kann die tatsächliche Situation genau erfasst werden.

Eventuell bietet sich die Möglichkeit, eine drohende Insolvenz durch Umschuldung, Ratenzahlungsvereinbarungen oder Vergleiche mit den Gläubigern doch noch abzuwenden. Wenn die Gläubiger Kenntnis über die drohende Insolvenz erlangen, fahren sie mit einem solchen Angebot oft besser, als wenn sie im Insolvenzfall nur eine geringe Quote oder gar kein Geld mehr bekommen.

So muss unter Umständen nicht mehr die gesamte Schuldensumme bezahlt werden, und ein zeitliches Ende der überschuldung ist absehbar. Sind die Schulden zu hoch oder die Gläubiger nicht zu Zugeständnissen bereit, so führt der Weg in die private Insolvenz. Dieses Verfahren verlangt über einen gewissen Zeitraum Kooperation und Einschränkungen des Schuldners, bietet jedoch die Chance auf ein schuldenfreies Leben nach einigen Jahren. Wird die Privatinsolvenz erfolgreich durchgeführt, so steht am Ende die Restschuldbefreiung.

Sobald der Schuldner die drohende Insolvenz bemerkt, sollte er schnell tätig werden, um Ordnung in seine Finanzen zu bringen. So kann er vermeiden, über Jahre hinweg Schulden zu tilgen zu versuchen, die er aus eigener Kraft niemals abbezahlen können wird. Stellt er einen Antrag auf Privatinsolvenz, so werden ab diesem Zeitpunkt alle seine Anstrengungen, die Schulden abzubezahlen, in die Wohlverhaltensperiode mit eingerechnet.