Was ist Tilgung?

Unter dem Begriff Tilgung versteht man im allgemeinen die Rückzahlung einer vertraglich vereinbarten Geld- oder Kapitalschuld ohne Zinsen. Die Rückführung dieses Betrages kann entweder in einer einzigen Summe, nach dem Ablauf des Vertrages (auch Einmalzahlung genannt), in unregelmäßigen Zahlungen (Tilgungshypothek) oder in einzelnen, regelmäßigen Teilbeträgen (Annuität) entrichtet werden. Eine langfristige Tilgung wird Amortisation genannt. Hauptsächlich werden Tilgungen bei Darlehen, Krediten und/oder Anleihen angewandt.

Die Höhe, sowie die Art und Weise der Teilbeträge (Tilgungsraten) werden in den meisten Fällen in einem sogenannten Tilgungsplan festgelegt. Hierbei sind die Raten meist als Prozentsatz der Kreditsumme angegeben (Tilgungssatz). Dieser Satz wird dann in viertel- oder ganzjährige Geldbeträge umgerechnet, welche der Schuldner zu zahlen hat. Die kontinuierlichen Tilgungs- und Zinszahlungen bilden den Schuldendienst. Bei solch langfristigen Rückzahlungen ist es nicht ausgeschlossen, dass es zu einer Verlängerung der Laufzeit kommt, diese wird Tilgungsstreckung genannt.

Bei einer Baufinanzierung liegt der Tilgungsbeitrag in der Regel bei mindestens 1 Prozent. Allerdings ist es ohne weiteres möglich auch eine höhere Tilgung oder eine Tilgungsaussetzung mit dem Gläubiger aus zu handeln. Ein Tilgungssatz von 1 Prozent pro Jahr würde bedeuten, dass sich die Laufzeit des Darlehens auf etwa 30 Jahren beläuft, bei 2 Prozent Tilgung wären es rund 20 Jahre.