Was ist ein Verbraucherdarlehen?

Ein Verbraucherdarlehen (auch Verbraucherkredit) bezeichnet im eigentlichen Sinn eine Finanzierungshilfen bzw. entgeltliche Kreditverträge zwischen Unternehmern, also beruflichen oder gewerblichen Kreditgebern, und privaten Personen.

Die verschiedenen Vorschriften, welche die Verbraucherkredite mit sich bringen, sind unter anderem nicht bei Bagatelle-, oder Kleinkrediten (bis 200 €) und Existenzgründungskrediten (über 50.000 €) gültig. Verbraucherkreditverträge können nur in schriftlicher Form eingereicht werden, der Vertragsabschluss in elektronischer Form ist nicht rechtsgültig. In diesem Vertrag müssen gewisse Daten, wie der Nettokreditbetrag, die Durchführungsart der Tilgung (z.B. Annuitätendarlehen), der Zinssatz, die Sicherheiten und ggf. die komplett Summe der zu entrichtenden Teilzahlungen, enthalten sein.

Der Kreditnehmer hat die Möglichkeit seinen Vertrag innerhalb von zwei Wochen nach dem eigentlichen Abschluss frei zu widerrufen. Die rechtzeitige Absendung genügt um die Frist einzuhalten. Diese Ablauffrist beginnt mit dem Moment, in dem der Kreditnehmer in einer deutlich strukturierten Belehrung oder ähnlichem, sein Widerrufsrecht in Textform mitgeteilt bekommt. Spätestens sechs Monate nach dem das Darlehen abgeschlossen wurde, erlischt das Widerrufsrecht. Sollte der Kreditnehmer allerdings nicht ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht und die einzuhaltende Frist aufgeklärt worden sein, so bleibt dieses Recht vorerst bestehen. Für den Fall, dass ein Verbraucherdarlehen wirksam widerrufen wurde, wird auch der mit dem Darlehensvertrag verbundene Vertrag zur Lieferung einer Ware wirkungslos.